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Oh Tannenbaum
Geschrieben am Januar 1st, 2010 4 Kommentare
Ach wie war die Freude gross, als wir den Weihnachtsbaum gekauft hatten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis wir ihn schmücken konnten. Kinder sind schon früh konditioniert; geschmückter Weihnachtsbaum = Geschenke!Und was ist heute? Ich habe den Baum entschmückt. Niemand war da, um mir zu helfen. - Nicht, dass ich mich beklagen will, nein, ich liebe es, Dinge für mich alleine zu tun, ohne dass mir ständig jemand auf den Füssen herum steht. - Nein es war vielmehr die Erkenntnis, dass etwas nur so lange interessant ist, bis man es definitiv hat. Wir stören uns an den Kindern, die, kaum haben sie ein Geschenk ausgepackt, zum nächsten hetzen. Sind wir Erwachsene nicht genau gleich? Wir streben etwas an, wir wollen etwas um jeden Preis und wenn wir es haben, merken wir, dass es einem doch nicht so befriedigt, wie man es sich erhofft hat.
Mir geht es auf jeden Fall so. Ich bin auch eine von denen, die immer dem nachweint, dass nicht da ist. Eine ganz schlechte Angewohnheit, die mich nervt. Ich war schon als Kind so. Ich konnte manchmal so lange quengeln, bis ich es bekam.
Ich nehme mir selten bis nie Vorsätze, weil sie nur dazu da sind, um sie zu brechen. Aber was mein Verlangen nach “Neuem” anbelangt, muss ich unbedingt über die Bücher! Es ist sicher gut, wenn man neues ausprobieren will, aber man muss sich immer wieder die Frage stellen, zu welchem Preis es etwas gibt.
In diesem Sinn, ein Frohe Neues Jahr!
4 Antworten zu “Oh Tannenbaum”
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Roland 1. Januar 2010 um 19:49
Dein Wort in Gottes Ohr
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Auch Gott hat die Welt nicht in einem Tag erschaffen!
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Barbara Anders 2. Januar 2010 um 07:15
Sehr gute Gedanken zur Weihnachtszeit.
Ich glaube, dass wir alle hie und da immer das wollen, was wir nicht haben aber dann erfahren wir, dass das Gras auf der anderen Seite nicht unbedingt gruener ist. Je aelter ich werde, desto mehr bin ich mit meinem Leben zufrieden.Ich bin dankbar fuer alles was ich bis jetzt erleben durfte und versuche mich nicht zu beklagen. Ich will nicht nur fuer meine Familie da zu sein, sondern auch fuer die Menschen in meiner Gemeinde. Nicht alle haben es so gut wie ich. Wem viel gegeben ist, viel ist erwartet! -
Ist unser “Verlangen nach ‘Neuem’” nicht auch das Streben/der innere Drang nach Entwicklung? Die Suche danach?
Ja, ich störe mich auch sehr an der autistischen Gier und an der sehr egoistischen Habsucht, die im Moment unsere Welt beherrscht. Ich leide sogar darunter.
Doch das unterscheidet sich für mich mit meinem ebenfalls (wen wunderts) vorhandenem Verlangen nach Neuem. Diese Neugier, dieser Drang ist es letztendlich, der mich bis hierhin gebracht hat? Und das hier und jetzt ist absolut gut und richtig. Und dieser Drang wird mich wohl auch weitertragen.
Wenn eine gesunde Portion (Selbbst-)Reflexion mit diesem Drang einhergeht, und das, glaube ich, ist bei dir so, dann ist das ganz ok, oder?
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