Stefanie Loser-Fries

Politik fürs Leben
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  • Geschrieben vor mehr als zwanzig Jahren…

    Geschrieben am Juli 23rd, 2010 loics 1 Kommentar

    herz2_41Immer schreit es in mir. Doch die anderen hören meine Schreie nicht.

    Es zerreisst mich innerlich, ich kann es nicht aufhalten dieses Gefühl der Einsamkeit. Ich möchte, dass mich jemand in die Arme nimmt. Jemand wo ich weiss, ich gehöre zu ihm. Warum ist das so schwierig für mich, das zu bekommen?

    Ich kannte Dich fast nicht. Ich wusste nur, dass Du schöne Augen hast. Ich kannte nur Deine Stimme die schön klang. Ich wusste wie Deine Bewegungen sind.

    Dann haben wir uns geküsst, gespürt und waren zärtlich zu einander. Nun bist du nicht mehr da, in meiner Nähe.

    Ich kenne dich immer noch nicht und darum vermisse ich Dich mehr als alles andere.

    Nachtrag: keine Ahnung mehr, wieso ich das nieder geschrieben habe und doch, ich weiss noch wie es war.

  • Liebe

    Geschrieben am Juli 4th, 2010 loics 6 Kommentare

    liebe-05021Habe mir während des Joggens Gedanken über die Liebe gemacht. Da ich oft nicht wirklich in der Lage bin, sicher zu sagen was Liebe überhaupt ist, versuche ich es jetzt trotzdem für mich kurz zusammen zu fassen. Im Bewusst sein, dass Liebe als Gefühl oft unbeschreiblich ist und sein wird. Es ist mir aber auch bewusst, dass sich Liebe verändert. Die Schmetterlinge im Bauch werden flügge und ziehen aus und machen anderen Gefühlen Platz. Entweder man erkennt dies als Liebe oder man geht sich langsam aber sicher aus dem Weg und entfremdet sich. Immer auf der Suche nach dem “verliebt sein Tick!”

    Liebe ist: - wenn ich vor dir tanze und es mir nicht peinlich ist - wenn wir zusammen im Badezimmer sind, du auf der Toilette sitzt während ich mir die Zähne putze - wenn du mich pflegst, auch wenn ich gerade kotze - wenn du mich immer noch liebst auch wenn ich den grössten Blödsinn gemacht habe - wenn wir uns streiten und uns danach ansehen und wieder lachen können - wenn plötzlich auch ein dicker Bauch erotisch wirken kann - wenn man sich auch einmal missverstehen kann ohne gleich die Flinte ins Korn zu werfen - wenn man auch noch nach Jahren fragt, “was kann ich dir gutes tun?” - wenn man die Stärken und Schwächen des anderen akzeptiert und die Schwächen mit den eignen Stärken auffängt.

  • Durch das Leben joggen

    Geschrieben am Mai 2nd, 2010 loics 6 Kommentare

    wald2Eigentlich sollte ich Eindrücke die ich während des Joggen aufnehme sofort niederschreiben. Doch durch den Umstand, dass ich mich im leichten Galopp durch den Wald befinde, ist dies schlecht möglich.

    Im Januar habe ich mit Joggen begonnen. Zuerst eine kurze Strecke die von Mal zu Mal länger wurde. Frau erfährt dabei so manches über sich und die Natur die sie umgibt. Im Winter bin ich über den Schnee gejoggt und habe die Natur erlebt, wie sie sich unter der weissen Schneedecke erholt. Alles schien tot, doch in der Tiefe jedes Baumes schlummerte neues Leben, dass sich mir heute in voller Pracht präsentierte. Durch den Regen verstärkt, ragten schwarzstämmige Bäume hoch in den Himmel, aus ihnen sind, nach dem lang ersehnten Regen, zart grüne Blätter heraus geschlüpft. Jahr für Jahr ist es ein Wunder, wie sich die Natur verändert. Gerade in unseren Breitengraden können wir das ‘Wunder Natur’ in jeder Jahreszeit immer wieder aufs neue miterleben. Ich musste ob dieser Pracht weinen. Es kamen Gefühle in mir hoch, die genau so im Tiefen ruhten wie alles andere um mich herum.

    Während des Joggen ist mir aufgefallen, dass sich das Leben nicht unwesentlich von einer Laufstrecke unterscheidet. Ich bin gestartet mit dem Ziel, mindestens 7 km zu laufen. Zwecks Motivation begleitet mich seit neustem James Blunt und Run Keeper. Immer wenn ich laufe, muss ich mich neu motivieren. Einmal läuft es rund und nur einige Minuten später hat frau das Gefühl keinen Schritt mehr vor den anderen setzen zu können. Das Motivieren spielt sich im Kopf ab: “Du gibst jetzt nicht auf, du weisst genau, dass du es schaffen wirst!” Und plötzlich läuft es wieder wie von selbst. Es gehen mir Gedanken durch den Kopf die mich oft zum Lächeln bringen. Ich wäge mein Leben ab, um immer wieder zum Schluss zu kommen, dass es mir gefällt. Ich denke an Menschen die in meinen Leben wichtig sind oder an solche, die keine wesentliche Rolle spielen aber sie sind trotzdem ein Teil meines Lebens. Während des Joggens entscheide ich mich spontan für andere Wege, Wege die ich zuvor noch nie abgelaufen bin. Wege, die mich aber immer ans Ziel bringen. Genau so ist es im Leben. Wir haben Ziele und zweifeln am Gelingen diese zu erreichen. Doch wir motivieren uns neu. Wir wählen einen anderen uns unbekannten Weg, damit der Lauf durchs Leben seinen Reiz nicht verliert. Wir denken an Menschen, Situationen die unser Dasein kreuzen und beeinflussen. Ohne den Eindruck von Hektik aufkommen zu lassen, doch ich bin heute durch das Leben gejoggt. Mein Leben, dass reich ist, auch wenn ich manchmal zum Gehen verurteilt bin, weil mir die Puste ausgeht. Aber ich weiss, dass es immer weiter geht. Und genau diese Gewissheit tröstet mich!

  • Wolken

    Geschrieben am Januar 18th, 2010 loics 1 Kommentar

    wolke1Ich möchte so leicht sein, dass ich mich auf eine Wolke setzten könnte, um mit ihr dorthin zu reisen, wohin uns der Wind trägt.

  • Geburt / Sterben

    Geschrieben am Januar 12th, 2010 loics 6 Kommentare

    sterbenIch bin Mutter, ich weiss was es heisst ein Kind zur Welt zu bringen. Eine Geburt kann kurz oder lange dauern. Sie ist immer schmerzhaft. Und genau gleich verabschieden wir uns wieder von dieser Welt. Das Sterben kann kurz sein oder sich lange dahin ziehen. Wir können es uns nicht aussuchen. Jeder Mensch wird geboren und stirbt auf seine Art. Was zählt sind die Jahre dazwischen. Und dafür sind wir zum grössten Teil selber verantwortlich. Machen wir unsere Leben lebenswert oder wählen wir den Weg der Anklage und Verzweiflung?

    Mein Vater hat sein Leben lang gekämpft, dass sein, und das Leben seiner Liebsten, lebenswert ist und dafür bin ich ihm dankbar.  So wie er vor 85-ig Jahren den Eintritt in diese Welt geschafft hat, hat er den Übertritt in eine andere Welt überwunden. Er wurde eingeladen und erwartet. Er hat die Einladung gestern um 23h35 angenommen.

  • Lebensschiff!

    Geschrieben am Januar 8th, 2010 loics 1 Kommentar

    lebensbootMitten im Leben, das Lebensschiff hat, nach turbulenten Hochseefahrten,  seinen Kurs auf einen ruhigen Hafen angesteuert.  Das Schiff ist voll gepackt mit Erfahrung, Wissen, Freude, Liebe, Trauer, Schmerz, Erinnerungen und was man alles sonst so im Leben mitbekommt. Leider hat sich zur Zeit Kapitän Ego ans Steuer gesetzt und schlägt einen neuen Kurs an. Die See wird plötzlich wieder rauer und das Schiff läuft Gefahr zu kentern. Ego ist fest davon überzeugt, dass mit einem erneuten Kurswechsel, weitere wichtige Schätze an Bord genommen werden könnten. Mal schauen, wo die Reise hinführt. Auf jeden Fall nicht in den Hafen. Das Leben hat noch einiges vor.

  • Gedanken

    Geschrieben am Januar 7th, 2010 loics Keine Kommentare

    gedankenGedanken, wenn sie vorbeihuschen und ins Leben pfuschen. Wenn sie leicht, wie Federn, sich in unserem Kopf bewegen und bei jedem Schritt daran erinnern, dass wir kitzlig und verführbar sind, dann sind sie schlimm.

    Gedanken, wenn sie uns im Vorwärts gehen zurück werfen, uns nicht gehen lassen, dort wo es sicher ist. Wenn wir gefangen in ihnen bereit sind unsere Seele zu verkaufen und uns an ihnen besaufen, dann sind sie schlimm.

    Gedanken, wenn sie sich setzen ohne zu fragen und so tun als ob sie Gast sind und sich benehmen, dass es weh tut. Wenn sie furzen und rülpsen und sich dabei nichts denken, dann sind sie schlimm.

    Wenn Gedanken, die dich nichts anderes denken lassen als, dass die Gedanken die dich gefangen halten, sich endlich verpissen und sie dorthin gehen sollen wo der Pfeffer wächst, dann musst du dich ihnen stellen, dann ist es soweit, dass sie dich verbrennen mit Haut und Haar bis nichts mehr übrig bleibt.

  • Eine Reise

    Geschrieben am Januar 4th, 2010 loics 2 Kommentare

    reisenNur einmal so gefragt, würden Sie eine Reise antreten, von der Sie wissen, dass sie am Ende mit einer Tragödie endet? “Bestimmt nicht!” Das wäre die normale Antwort auf diese so einfache Frage.

    Gehen wir aber einmal davon aus, dass die Reise, auf die Sie gehen, eine Vielzahl an Abenteuern zu bieten hätte - so stünde es auf jeden Fall im farbigen Reise-Prospekt. Sie würden Dinge erleben, von denen Sie bis anhin nur geträumt haben. Erlebnisse, die jede Faser Ihres Körpers erfassen würden, eine Reise, die Ihnen eine Unmenge an Erfahrungen bringen würde, eine Reise, die einmalig wäre. Ihnen würden Dinge gezeigt und näher geführt, die sonst niemand vor Ihnen zu Gesicht bekommen hat. Sie wären die erste Person, seit es Menschen gibt, die solches Erleben dürfte.

    Die Reise hat aber einen grossen Hacken, wenn Sie zurückkehren, wäre nichts mehr beim Alten. Niemand würde Sie erkennen. Sie wären heimatlos, dort wo früher Ihre Heimat war. Niemand würde Ihre Erlebnisse mit Ihnen teilen wollen. Nur Sie allein müssten mit Ihrer Geschichte leben.

    Wie würden Sie sich entscheiden?

  • Bundesratsfoto 2010

    Geschrieben am Januar 2nd, 2010 loics Keine Kommentare

    datei_bundesrat-der-schweiz-2010-e28093-wikipediaEs scheint, dass sich die politischen Berater des Bundesrats auch bei der Fotoauswahl eingemischt hätten. Gar nicht gut! Ich schlage vor, dass wir über das Bundesratsfoto 2011 eine Volksabstimmung durchführen! Gemotzt würde so oder so, dafür aber demokratisch!

  • Oh Tannenbaum

    Geschrieben am Januar 1st, 2010 loics 4 Kommentare

    fruherAch wie war die Freude gross, als wir den Weihnachtsbaum gekauft hatten. Die Kinder konnten es kaum erwarten, bis wir ihn schmücken konnten. Kinder sind schon früh konditioniert; geschmückter Weihnachtsbaum = Geschenke!

    Und was ist heute? Ich habe den Baum entschmückt. Niemand war da, um mir zu helfen. - Nicht, dass ich mich beklagen will, nein, ich liebe es, Dinge für mich alleine zu tun, ohne dass mir ständig jemand auf den Füssen herum steht. - Nein es war vielmehr die Erkenntnis, dass etwas nur so lange interessant ist, bis man es definitiv hat. Wir stören uns an den Kindern, die, kaum haben sie ein Geschenk ausgepackt, zum nächsten hetzen. Sind wir Erwachsene nicht genau gleich? Wir streben etwas an, wir wollen etwas um jeden Preis und wenn wir es haben, merken wir, dass es einem doch nicht so befriedigt, wie man es sich erhofft hat.

    Mir geht es auf jeden Fall so. Ich bin auch eine von denen, die immer dem nachweint, dass nicht da ist. Eine ganz schlechte Angewohnheit, die mich nervt. Ich war schon als Kind so. Ich konnte manchmal so lange quengeln, bis ich es bekam.

    Ich nehme mir selten bis nie Vorsätze, weil sie nur dazu da sind, um sie zu brechen. Aber was mein Verlangen nach “Neuem” anbelangt, muss ich unbedingt über die Bücher! Es ist sicher gut, wenn man neues ausprobieren will, aber man muss sich immer wieder die Frage stellen, zu welchem Preis es etwas gibt.

    In diesem Sinn, ein Frohe Neues Jahr!